Ablauf einer aryuvedischen Therapie

Ablauf einer Therapie

In der Praxis sieht der Ablauf einer Therapie folgendermaßen aus:

1. Erstberatung

Eine Erstberatung dauert in der Regel zwischen ein bis zwei Stunden. In einer ausführlichen Diagnose werden Art der Beschwerden, Krankheitsgeschichte sowie bisherige und aktuelle Lebensumstände des Patienten genau besprochen. Je nach Beschwerden oder Erkrankung verschreibt der Therapeut Kräuterpräparate und gibt förderliche Hinweise zu Ernährung und Lebensführung.

Eine weitere Sprechstunde folgt nach zwei bis sechs Wochen. Diese dient dazu, die Wirkweisen der Maßnahmen (Kräuter, ggf. Ernährungsumstellung und / oder die Gesundung fördernde Verhaltensweisen) festzustellen und eventuell auftretende Fragen des Patienten zu beantworten.

2. Reinigungskur

Eine Reinigungskur wird durchgeführt, wenn

  • eine chronische Erkrankung besteht,
  • eine Reinigung zur Prävention von Erkrankungen durchgeführt werden soll
  • man eine Reinigung zur „Verjüngung“ wünscht, d.h. die Gewebe werden durch die Reinigung wieder vitaler.
Shirodhara (Stirnguß)Im Ayurveda-Haus an der alten Linde führen wir Panchakarma-Kuren mit unterschiedlichem Umfang durch (5, 7 oder 9 Tage). Dieser richtet sich nach der Diagnose und Empfehlung des Therapeuten.

Jeden Tag werden die verordneten Massagen von zwei Massierenden synchron durchgeführt. Diese Form der Massage wird Abhyanga (Synchronmassage) genannt. Ergänzt wird die Massage meist mit einer weiteren Behandlungsmethode, z.B. mit Shirodhara (ca. 20 minütiger Stirnguß, für den Öl oder - bei Bedarf - ein anderer Trägerstoff verwendet wird).

In einer Panchakarma-Kur wird mit der passenden Ausleitung frühestens am dritten Tag begonnen. Je nach Dauer der Kur, kann sich die Zeit der Ausleitung über einen bis hin zu sieben Tagen erstrecken.

Selbstverständlich werden schon in der Sprechstunde und Beratung mit dem Patienten besprochen, welche Massageart und Ausleitung er während der Kur bekommt.

3. Nachbesprechung

Etwa 3 Wochen nach der Kur erfolgt die Nachbesprechung, um die Wirkung und den Erfolg zu sehen, den die Kur bisher bewirkt hat und um festzustellen, wie der Körper eventuell noch weiter unterstützt werden muss.
Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem immunitätsstärkende Präparate verschrieben werden, die im Ayurveda als Rasayanas oder Verjüngungsmittel bezeichnet werden.

Sie werden individuell ausgewählt und haben eine kräftigende und aufbauende Wirkung auf die gereinigten Schwachstellen im Körper. Würde man sie vor einer Entgiftung einnehmen, könnten die Schlackenstoffe vermehrt werden. Normalerweise werden diese Präparate in Pastenform gegeben (neben den spezifischen Kräutern sind Ghee (Butterschmalz), Zucker, Honig und unterschiedliche aromatische Gewürze enthalten).

Im Ayurveda betrachtet man nicht nur die individuelle Eignung der Heilkräuter, sondern auch Zeitpunkt und Medium (Kräuterabkochung, Öl, Paste, Pulver, fermentierte Flüssigkeit, Tabletten, feine Asche).

Sehr erfolgreich können mit Ayurveda unter anderem folgende Erkrankungen behandelt werden:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, eingeschlossen der Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Lähmungen
  • Psoriasis und andere Hauterkrankungen
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes und Stoffwechselerkrankungen
  • Erkrankungen der Nerven
  • Schlafstörungen
  • Menstruationsbeschwerden und auch Wechseljahresbeschwerden
  • Sinusitis
  • Heuschnupfen
  • Burnout