Ablauf einer Panchakarma-Kur

Ablauf einer Panchakarma-Kur

Vorbereitung

Eine Panchakarma-Kur beginnt beim Patienten zu Hause – und zwar mit der ein- bis vierwöchigen Einnahme von Kräutern. Es werden individuell unterschiedliche Kräuterabkochungen verschrieben, um die „Schlacken“ auszutrocknen. Der herbe, zusammenziehende Geschmack im Mund weist darauf hin, dass die Kräuterabkochung eine zusammenziehende (d.h. Schlackenstoff verkleinernde) Wirkung hat.

Ist dieser Trockungsprozess beendet, wird mit den Ölmassagen begonnen, die in der therapeutischen Praxis durchgeführt werden. Führt man die Massagen ohne die - „Schlacken“ austrocknende - Vorbereitung durch, kann es zu beeinträchtigenden Nebenwirkungen - von Hautjucken bis Fieber - kommen. In diesem Falle muss sofort mit der Kur aufgehört werden und die Reinigung kann nicht durchgeführt werden.

Es ist wie mit einem Stück Stoff: Erst wenn der Schmutz herausgelöst ist, kann man den Stoff so färben, dass er eine gleichmäßig schöne Farbe bekommt. Je konsequenter also die vor den Massagen verschriebenen Kräuterabkochungen eingenommen werden, desto tiefgreifender ist der Erfolg einer Kur.

Öl-Massage

Je nach Diagnose werden unterschiedliche Formen der Ölmassage durchgeführt. Auch die Öle, die dabei zur Verwendung kommen können, beinhalten unterschiedliche Kräuter und -kombinationen. Sie werden alle wie unten beschrieben hergestellt.

Durch die innere Einnahme von Kräutern und die Massage werden die „Schlackenstoffe“ und Toxine aus dem Gewebe gelöst. So gelangen sie auf natürlichem Wege dorthin zurück, wo sie hergekommen sind: in den Verdauungstrakt. Sobald sie dort angekommen sind, müssen sie aus dem Körper entfernt werden, um ihn zu reinigen.

Ausleitung

Je nach Art der Erkrankung, der Vorbereitung und der angewandten Behandlung werden im Ayurvada unterschiedliche Methoden zur Ausleitung angewandt: diese gehen jeweils über den Darm oder über Mund, Nase, Haut.

Die Herstellung von ayurvedischem Öl ist sehr aufwendig
Mörsern der Kräuterpaste

Hier ein Beispielwas benötigt wird um 200ml Öl herzustellen:

  • 800 ml Kräuterabkochung (dazu werden 160 g Kräuter mit 3,6 l Wasser auf 800 ml eingekocht und dann abgeseiht)
  • 200 ml Öl (z. B. Sesamöl)
  • 50 g Paste (dazu werden frische Pflanzen im Mörser zu einer feinen Paste vermahlen)
Herstellung ayurvedischer Öle

Alles zusammen wird so lange gekocht, bis alles Wasser verdampft ist und nur noch 200 ml Öl übrig bleiben.

Auf diese Weise sind sowohl die wasserlöslichen, als auch die fettlöslichen Wirkstoffe im Öl.

Ähnlich aufwendig werden die meisten anderen Präparate in Ayurveda hergestellt, das rechtfertigt auch ihren Preis.