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Herbst/Winter 2013
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SwastHyam Ayurveda Newsletter







Liebe Ayurveda- Freunde,
Der Herbst hat schon vor einer Weile Einzug genommen, es wird stiller in der Natur, die meisten Früchte sind schon geerntet, die Kraft der Pflanzen geht langsam wieder von den Blättern in die Wurzeln zurück. Es sind nur noch die letzten Blätter des schönen bunten Herbstkleides an manchen Bäumen zu sehen.
Auch die Tierwelt bereitet sich auf den Winter vor. Jeden Morgen können wir beobachten wie ein Eichhörnchen sich auf der alten Linde aufhält und eifrig den Wintervorrat sammelt. Viele Vögel haben sich in den letzten Wochen auf der Linde gesammelt und fliegen bereits weiter in den warmen Süden.

Die Natur sieht kahl und trocken aus, die Blätter fallen von den Bäumen. Diese Eigenschaften die sich in der uns umgebenden Natur zeigen wirken sich auch auf uns aus.
Die wichtigsten Eigenschaften von Vata sind trocken und kalt, so wie die Umgebung in Herbst und Winter. Deshalb leiden mehrere Leute im Herbst vermehrt an Vata Beschwerden, wie Schmerzen, Schlafstörungen, trockene Haut, Depressionen und Einsamkeitsgefühlen.

Wie der Frühling, so ist auch der Herbst eine sehr gute Jahreszeit für eine Reinigungskur. Dieses Jahr im Herbst waren die Kuren schon einige Monate im voraus belegt. Wer nicht in den Genuß einer Panchakarma Kur kommt kann trotzdem von sich zuhause einiges tun um gesund oder gesünder durch die kalte Jahreszeit zu gehen.

Damit es uns besser geht, gilt es im Alltag Dinge zu tun, die Vata reduzieren:
Dabei gilt: Alles was uns warm macht ist gut. Dazu gehören Sauna, warme Selbstölmassagen, Bewegung an der frischen Luft wie Spaziergänge, Wandern, Walken oder Joggen, Wärme im Haus, Kerzenlicht, warmes Kaminfeuer...warme Suppen und Eintöpfe, Gewürzplätzchen und heiße und erwärmende Getränke.

Es ist wichtig in der Vorweihnachtszeit unseren Alltag zu entschleunigen. Es gilt sich Zeit zu nehmen um zur inneren Ruhe zu kommen und sich Zeit für Muse zu lassen: ob es ein gemütlicher Abend bei Kerzenschein allein oder mit Freunden ist, oder ein Konzertabend - raus aus dem ewigen Alltagstrott. Genieße den Tag. Diese Zeit ist eine Zeit für Achtsamkeit und schöne Rituale. Rituale durchführen, heißt sie uns selber so zu gestalten, wie sie für uns sinnvoll sind und nicht so wie man sie „machen muß“.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit, und daß Sie genügend Wärme und Farbe und Freude in Ihrem Herzen durch die kalte Jahreszeiten tragen.


Herzliche Grüße vom Bodensee,

Hubertus Seel und Heike Seegebarth






Produkte die wir Ihnen besonders für die kalte Jahreszeit empfehlen:

Thaleesapathradi Choornam (Husten, Schnupfen)

Thaleesapathradi Vadakam (Heiserkeit, Halsweh)

Chyavanaprash (Stärkung des Immunsystem)

Kooshmandha (Kräftigung der Lungen)

Pippali Asavam (wärmt von innen und stärkt das Verdauungsfeuer)

Dasamoola Arishtam (kräftigend)

Ashta Choornam (Stärkung des Verdauungsfeuers)

Anu Thailam (Schnupfen, Trockenheit der Nase)

Thulasiadi Öl (Kopföl bei Erkältung)

Karpooradi Thailam (Kampferöl bei Husten)

Vachalasunadi Öl (Ohrenöl)

Rasnadi Choornam (Pulver zur Erkältungsvorbeugung - äußerlich)


Rezepte für die kalte Jahreszeit
Zitronen- Dal


für 4 Personen



Zutaten:

1 grüne Chili
200g Moong-Dal geschält
2 Stängel Zitronengras
5-7 Limettenblätter
2 Knoblauchzehen
3cm x 3cm frischer Ingwer
100 ml Kokosmilch aus der Dose
Salz

Aus dem Ingwer und Knoblauch im Mörser eine Paste machen.
Den Dal mit Wasser, Zitronengras, Limettenblätter, Ingwer-Knoblauch-Paste und etwas Salz weich kochen. Am Schluss die Kokosmilch dazu geben. Die Limettenblätter und das Zitronengras nach belieben entfernen.

Dazu passt Reis und ein Gemüse


Rote Beete Toran

( gebratene, geraspelte Rote Bete)


für 4 Personen


Zutaten:

1kg Rote Beete geschält und geraspelt
1 Teelöffel Senfsamen
1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
1 Teelöffel Fenchelsamen
3 Teelöffel Ghee
½ Teelöffel Kurkuma
4 Eßlöffel Kokosraspeln- frisch, getrocknet oder gefroren ( am besten frisch )
Curryblätter- frisch, getrocknet oder gefroren ( am besten frisch )
Salz


Das Ghee in einem Topf oder Pfanne erhitzen. Die Senfkörner darin rösten bis sie aufhören zu springen. Dann Kreuzkümmelsamen, Fenchelsamen und Curryblätter mitrösten.Kurkuma dazugeben und die geraspelte Rote Beete dazugeben und unter gelegentlichem rühren garbraten. Wenn die Rote Beete gar sind, die Kokosraspel dazugeben und nochmals kurz braten. Salz nach Geschmack.

Dazu passt Reis und Dal


Guten Appetit!




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Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit

Liebe Ayurveda Freunde / Interessierte,


Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?
Im Winter brennt das Verdauungsfeuer am Stärksten, wir können auch schweres Essen verdauen, brauchen aber auch genug Brennstoff um genug Wärme produzieren zu können. Wir essen in der Zeit gerne Herzhaftes, fettiges oder süßes Essen. Es sammelt sich mehr Kapha an, ein kleines Fettpölsterchen das im Winter entsteht gab Schutz vor der Kälte.
Im Frühling, wenn es wärmer wird, schmilzt das übermäßige Kapha und kann zu Trägheit, vermehrten Schleim, Heuschnupfen und Frührjahrsgrippe führen. Diese Schmelze bringt unser Feuer runter auf eine kleine Flamme. Deshalb muß das Verdauungsfeuer (Jadhara-Agni) und der Stoffwechsel (Dhatu-Agni) wieder angeregt werden. Sonst kann es zu Allergien und Erkältungen, Verdauungs- und anderen Kapha-Störungen kommen. Die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit ist nur eine Folge davon.
Was kann ich selber vorbeugend tun?
Auf die entsprechende Ernährung achten und eine gesunde Tagesroutine:
Wichtige Tips zur Ernährung im Frühling:
Um das überschüßige Kapha zu reduzieren sollte das Essen jetzt eher bitter, herb und scharf sein. Leichtes Essen, vor allem am Abend, wie z.B. eine warme Suppe. Es ist eine gute Zeit um zu entschlacken oder zu Fasten.
Tipp: Ideales Frühlings-Frühstücks-Getränk: In ein Glas lauwarmes Wasser Saft von einer halben Zitrone und einen Teelöffel Honig geben und als erstes trinken
Ist Kapha erhöht ist folgendes Essen gut: Spinat, Mangold, Brokkoli, etwas Salat (z.B. Löwenzahn, Ruccola und Chicorree). Es sollte im Verhältnis mehr Gemüse und weniger Getreide (Hirse, Gerste, Quinua und Roggen) gegessen werden. Die besten Gewürze sind jetzt Ingwerpulver, Pfeffer, Basilikum (Tulasi) und Gelbwurz.
Viele verspüren jetzt Lust auf Salate und Frisches. Das ist ok für Pitta, bei denen das Verdauungsfeuer gut brennt. Vata sollte nicht so viel der Versuchung nachgehen und viel Salate oder Rohkost zu sich nehmen, besser ist es etwas warmes wie unsere Kräutersuppe*, oder auch mehr Tees, wie z.B. Ingwertee aus der frischen Wurzel oder andere Gewürz- oder Kräutertees zu sich zu nehmen. Für Vata gilt es gut zu würzen, aber nicht zu scharf zu essen. Gewürze haben im Allgemeinen die Wirkung das Verdauungsfeuer zu stärken. Viel leichter verdaulich wird das Essen wenn wir es schmoren oder sanft kochen. Um das Feuer zu stärken hilft auch eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, das Abendessen vor 18 Uhr zu essen, Ingwertee zu trinken, Gewürze zu verwenden oder einfach nur die Hälfte zu essen.

Weiteres zum Verhalten im Frühling:
Morgens vor 6 Uhr aufstehen. Tägliche Bewegung ist wichtig, um in die Gänge zu kommen. Für Vata-dominierte: ein bißchen Bewegung, wie z.B. Spaziergänge und Yoga, wichtig ist kontinuierlich am Ball zu bleiben, für Pitta moderat viel Sport/ Bewegung und die Kapha´s dürfen sich gerne anstrengen, so richtig zum Schwitzen kommen tut ihnen gut! Die Hauptmahlzeit sollte Mittags sein und das Abendessen am besten vor 18 Uhr. Tagsüber nicht schlafen. Auch der Psyche tut es gut, sich mit Blumen zu umgeben.
Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen und gesunden Frühling

Herzliche Grüße vom Bodensee,
Heike Seegebarth und Hubertus Seel

 

Zwei Rezepte zur Entschlackung im Frühling


Khichadi   


Gut bei einer schwachen Verdauung, fördert die Ausscheidung von Giftstoffen,
gut zur Entschlackung im Frühjahr

1 Tasse Reis
½  Tasse Mungbohnen (geschält)
4 –6 Tassen Wasser
1 Eßl. Ghee
½ TL Kreuzkümmelpulver
½ TL Koriandersamenpulver
¼ TL Gelbwurzelpulver
1 flachen Teelöffel kleingeschnittene frischen Ingwer
1 Prise Salz
(1 Prise Asafoetida)

Mungbohnen und Reis waschen.
Ghee erhitzen und  die Gewürzpulver darin 1 Minute anrösten, Ingwer dazugeben.
Mungbohnen und Reis dazugeben und eine weitere Minute anrösten.
Wasser dazugeben und solange kochen bis es weich ist (30- 40 Minuten).
Salzen nach Geschmack.

Der Reis kann auch von den Moongbohnen getrennt zubereitet werden. Wichtig ist, dass beides von der Konsistenz her eher geschmeidig  ist - wie eine Suppe oder Eintopf. Es können auch andere Gewürze hierfür dazugegeben werden: Nelken, Kardamom, Paprikapulver, Pfeffer, Asafoetida und zum Schluss Koriander- oder Curry-Blätter.



Die Neun-Kräuter-Suppe


Die ersten Kräuter im Frühjahr verleihen dem Körper nach der langen Winterzeit Gesundheit.
Tatsächlich hat die Kräutersuppe mit ihren Inhaltsstoffen eine
entschlackende und immunstärkende Wirkung.
Sie eignet sich gut um im Frühjahr den Winter aus dem Körper zu vertreiben
und ihn für das neue Jahr zu kräftigen.

Je 2 TL feingeschnittene Bärlauchblätter, Brennnesselblätter, Gänseblümchen,
Gundrebenblätter, Löwenzahnblättchen, Rauke, Sauerampferblättchen,
Schafgarbenkraut und Wegerichblätter
1 - 2 Zwiebeln
2 EL Butter
2 TL Weizenmehl
1 L Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
ggf. etwas Sahne oder Sauerrahm

Butter schmelzen und die feingehackten Zwiebelwürfel lichtgelb dünsten, Mehl
drüberstauben und bei milder Hitze vorsichtig hell „anschwitzen“. Unter Rühren mit der
Brühe aufgießen. Die Kräuter hinzufügen, abschmecken und etwa fünf Minuten unter
regelmäßigem Umrühren köcheln lassen. Mit ein paar Löffeln Sahne oder Sauerrahm
abrunden und z.B. mit Baguette servieren.
Weitere Blätter, die für diese Frühlingssuppe verwendet werden können: Giersch, Vogelmiere, Kresse, Scharbockskraut, Taubnessel, Trippmadam, Gänseblümchen, Sauerklee, Kerbel. Ergänzt können die Kräuter mit Kresse, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Wegwarte, Pimpernelle, Thymian und/oder Salbei werden.
Weitere Variationen: Man kann als Basis für die Kräutersuppe auch Kartoffeln, Sellerie, Kohlrabi oder Karotten nehmen. Eventuel noch mit Knoblauch verfeinern.